E-Sport Bereich 2020-05-30T20:12:24+02:00

E-Sport der neue Trend für die Zukunft

E-Sport ist ein sportlicher Wettkampf mit einem Computerspiel. Hier ist es möglich das nur zwei Spieler gegeneinander antreten oder auch ganze Teams. Bei einzelnen Computerspielen gibt es sowohl auf Individual- als auch auf Mannschaftsebene Wettkämpfe. Das kann i einem Sportspiel sein, oder auch in einem Strategie oder Kampfspiel. Die Fantasie kennt hier keine Grenzen. Die Teilnehmer nennt man E-Sportler.

Neben der Beherrschung des eigentlichen Computerspiels benötigen die Spieler verschiedene motorische und geistige Fähigkeiten, um im Wettkampf erfolgreich zu sein und sich gegen die Mitspieler durchzusetzen.  Spielübersicht, Spielverständnis, Reaktionsgeschwindigkeit, Taktik, vorausschauendes Denken und vieles mehr, gehören zu den Dingen die am Ende über Sieg und Niederlage beim E-Sport entscheiden.

Bisher wird E-Sport wird nur in wenigen Ländern wie z. B. Südkorea, USA, Brasilien, China oder Frankreich von den etablierten Sportverbänden als Sportart anerkannt. In Deutschland wird E-Sport nicht als Sportart eingestuft, dennoch gibt es immer mehr traditionelle Sportvereine, die auch E-Sport Abteilungen haben.   Darunter große Namen wie der1. FC Nürnberg, Bayer 04 Leverkusen, FC Schalke 04, Hertha BSC, RB Leipzig, Werder Bremen, VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, Eintracht Frankfurt,Galatasaray Istanbul, FC Valencia, Manchester City, Sporting Lissabon, FC Santos, PSV Eindhoven oder Ajax Amsterdam um mal einige Namen aufzuzählen.

Professionelle E-Sportler

Professionelle E-Sportler werden Meistens Pro-Gamer genannt.  Im Gegensatz zu Amateur E-Sportlern wird E-Sport von professionellen E-Sportlern als Erwerbstätigkeit ausgeübt um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Ja ihr habt richtig gelesen, durch das Spielen von Computerspielen verdient man seinen Lebensunterhalt. Der Skill-Faktort (Das Können) ist bei einem professionellen Spieler einfach viel stärker als bei einem Gelegenheitsspieler Das Spielverständnis, dass taktischen Verständnis und verschiedene andere Faktoren sind einfach viel stärker ausgeprägt bei den Profis. Auch hier gilt Übung macht den Meister!

Wie in anderen Sportarten auch halten oder verbessern professionelle E-Sportler ihre Fähigkeiten durch spezielle Programme und Trainingseinheiten. Es gibt sogar richtige Trainingslager für Teams in denen verschiedene Strategien einstudiert werden und man sich auf einen großen Wettkampf vorbereitet.

Viele der Profis der ersten Generation stammen aus Korea. Mittlerweile gibt es professionelle E-Sportler in Europa, Nordamerika und in anderen Teilen Asiens.

Frauen sind im E-Sport unterrepräsentiert. Es gibt auch E-Sportler mit einer Behinderung, die den Sport professionell ausüben. Der Koreaner Seung Hyun Park, der unter dem Namen Space WarCraft III spielte, konnte trotz Erkrankung an Muskeldystrophie Wettbewerbe gegen Spieler ohne Behinderung gewinnen.

Es fließt eine Menge Geld beim E-Sport

Seit dem Jahr fing die E-Sport Szene langsam an zu wachen.Der niederländische Painkiller-Spieler Sander „Vo0“ Kaasjager verdiente allein 2005 Preisgelder im Wert von knapp 250.000 US-Dollar. Im gleichen Jahr kämpften E-Sportler in verschiedenen Turnieren um Preisgelder von über 5.000.000 US-Dollar. Die Topspieler in Asien verdienen locker bis zu 500.000 USD pro Jahr und Tendenz ist steigend.

Wie in anderen Sportarten gibt es im E-Sport eine Kommerzialisierung. Sponsoring und Werbung sind wichtige Finanzquellen im E-Sport. Professionelle E-Sportler beziehen häufig von ihrem Clan ein monatliches Gehalt. Dazu kommen Preisgelder und Zuwendungen aus Sponsoren-Verträgen, die gleichzeitig die Haupteinnahmequellen der Spieler darstellen.

Auch Betrug ist kein Fremdwort im E-Sport

Betrug innerhalb eines Computerspiels wird als Cheating bezeichnet. Beim Cheaten werden Konfigurationen manipuliert, versteckte Befehle der Spielentwickler genutzt oder zusätzliche Programme benutzt, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Wir ein Spieler beim cheaten überführt, so drohen ihm Strafen oder der direkte Ausschluss aus der Liga bzw dem Turnier. Selbstverständlich arbeiten die Entwickler der Spieler hart daran, um das Cheaten in Wettkämpfen zu verhindern.

Zusätzlich gibt es auch Betrugsfälle außerhalb der Spiele. Eine Form ist das sogenannte Account-Sharing, bei dem sich Spieler in Online-Turnieren von anderen E-Sportlern vertreten lassen ohne das es jemand mitbekommt.

Auch im E-Sport gibt es wie in allen anderen Sportarten auch mal Spielmanipulationen. Im Rahmen eines Wettskandals wurden elf StarCraft-Spieler von der Korean e-Sports Association gesperrt, nachdem ihnen vorgeworfen wurde, durch die Herausgabe von internen Informationen und das absichtliche Verlieren von Spielen die erwünschten Ergebnisse erzielt zu haben, auf die vorher große Beträge gewettet wurden.

Im Jahr 2014 gab es einen großen Wettskandal. Der Manager Noh Dae Chul zwang sein League-of-Legends Team zu verlieren, um gegen sie zu wetten und mit den Gewinnen seine Schulden decken zu können. Einer der Spieler Cheon „Promise“ Min-ki überlebte einen Suizidversuch schwer verletzt.  Er war offenbar wegen familiärer Probleme depressiv und wollte aufgrund der zwangsweise beendeten Karriere seinem Leben ein Ende setzen.

Alle Verbände, Veranstalter und Entwickler fordern und fördern Fair Play im E-Sport. Professionelle E-Sportler werden dazu angehalten sich ethisch zu verhalten und sich durchgehend sowohl an die Regeln der Wettbewerbe, Verbände und Teams zu halten, als auch Fairness an den Tag zu legen.